Er hatte seine ganz besondere Art, die kleine und große Welt, die ihn umgab, in Gedichten und Erzählungen zu beschreiben. Michel Eberhardt (1913 – 1976) nimmt unter den nordschwäbischen Heimatdichtern des 20. Jahrhunderts einen besonderen Platz ein.
Sein Sohn Reinhard Eberhardt, der zusammen mit Ehefrau Johanna das schriftstellerische Erbe des Vaters pflegt und durch seine Lesungen inzwischen ebenfalls einem großen Zuhörerkreis bekannt ist, stellt an diesem Abend die Werke des Vaters vor. Reinhard Eberhardt versteht es in seinen Vorträgen meisterhaft, die Gedanken zu vermitteln, die seinen Vater bewegten.
Die Gedichte und Geschichten, die Michel Eberhardt überwiegend in der ihm so vertrauten Mundart verfasste, offenbaren tiefe Einsichten in das menschliche Dasein und eine außerordentliche Heimatliebe. Der Schriftsteller und Landwirt aus Zoltingen verstand es, Mensch und Natur genau zu beobachten und seine Erkenntnisse in heiter ebenso wie in nachdenklich stimmenden literarischen Werken umzumünzen.
Für die musikalische Umrahmung des Abends sorgt das „Trio Laetitia“ aus dem Zusamtal.