Für Harfe, Hackbrett, Gitarre, Cello und Querflöte gibt es keine Grenzen. Das zeigt die Gruppe "Saitenspiel" am Sonntag, 5. Oktober 1997 um 10.45 Uhr in der Schloßkapelle Höchstädt a.d.Donau. Josef Anton Waldmann, Hannes Althaus, Markus, Martina und Carola Noichl sind sicher eines der virtuosesten und sensibelsten Ensembles dieser Art. Sie widmen sich der irischen Musik (zum Beispiel auch alten keltischen Harfenstücken), der ehrlichen bis widerborstigen alpenländischen Volksmusik (unter anderem im Butterberg-Ländler mit dazugehörigem Gedicht), aber auch südamerikanischen Rhythmen mit fetziger Percussion. Jazzig Inspiriertes ist zu hören, danach, vor Überraschungen ist man nie sicher, eine bachsche Fuge oder ein Tango. Auf eine lebendige Art, als stünden sie gar nicht auf der Bühne, erzählen die Musiker über ihre Stücke.
Einen "durchgängigen, eigenständigen Stil, der Witz, Phantasie und viel Gefühl hat", bescheinigte eine Kritikerin der inzwischen aus vielen Konzerten, Radio- und Fernsehsendungen bekannten Gruppe.
Der grassierenden Oberflächlichkeit setzt "Saitenspiel" eine lebendige Mischung entgegen, die zum Weiterdenken anregt und die Zuhörer erfrischt in den Alltag entläßt.